theaterring wolfsburg
Partner und Förderer des Theaters seit 1965
Schwerin
  Foto: Theaterring Wolfsburg Weitere Bilder finden Sie  hier Bereits   zum   8.   Mal   veranstaltete   der   Theaterring   seine   jährliche   Kulturreise.   Sie führte   nach   Schwerin,   in   die   Landeshauptstadt   von   Mecklenburg-Vorpommern, und   50   Theater-   und   Kulturfreunde   nahmen   dieses   Angebot   wahr.   Sinn   dieser Reisen   ist   es,   stets   eine   andere   Stadt   und   ihre   Besonderheiten   zu   erkunden und   auch   ein   weiteres   Theater   oder   ein   Konzerthaus   kennen   zu   lernen.   Nach den    positiven    Erfahrungen    der    vergangenen    Unternehmungen    waren    die Erwartungen    der    Mitreisenden    schon    entsprechend    hoch,    doch    sie    wurden noch bei weitem übertroffen.          Der   Hauptgrund   dafür   war   der   Besuch   der   Oper   „Der   Rosenkavalier“   im Staatstheater    Schwerin.    Auf    der    Hinfahrt    bereits    wurden    die    Mitreisenden ebenso   kompetent   wie   kurzweilig   in   die   Besonderheiten   des   Stückes   eingeführt durch   den   ehemaligen   Musikschulleiter   und   späteren   Kulturdezernenten   von Wolfsburg,   Günther   Pawel.   Voller   Spannung   sahen   sie   dem   Abend   entgegen und   erlebten   eine   glanzvolle   Aufführung   dieses   erfolgreichsten   Werkes   von Richard    Strauss    auf    einem    Niveau,    das    den    Vergleich    mit    den    großen Opernhäusern   in   Berlin   oder   München   nicht   zu   scheuen   brauchte.   Das   virtuos und    klangvoll    aufspielende    Orchester    und    vor    allem    die    Sängerinnen    und Sänger   der   größten   und   schwierigsten   Partien   wie   auch   in   den   Nebenrollen überzeugten   nicht   nur   gesanglich,   sondern   auch   in   ihrem   Spiel.   Während   der Pause,   beim   schon   traditionellen   Sektempfang   in   der   Theaterbar,   zeigten   sich die   Wolfsburger   einig   über   den   wundervollen   Operngenuss.   Tief   beeindruckt genossen sie einen heiteren und berührenden Abend. Foto: Wolf-Rüdiger Schmieding Doch   auch   die   Stadt   Schwerin   mit   ihrem   historischen   Hintergrund   und   ihren geografischen   Besonderheiten   sollte   bei   dieser   Fahrt   nicht   zu   kurz   kommen. Dafür    hatte    in    bewährter    Form    Beiratsmitglied    und    Hauptorganisator    Bodo Fleckstein    die    nötigen    Vorbereitungen    getroffen.    Eine    Bootstour    auf    dem Schweriner   See   ließ   die Ausmaße   von   Deutschlands   drittgrößtem   See   erahnen und    zeigte    architektonische    Besonderheiten    und    idyllische    Wohnanlagen. Malerisch,    direkt    am    Ufer    das    Renaissanceschloss,    das    als    Slawenburg “Zuarin“   bereits   im   10.   Jahrhundert   existierte.   Bei   der   Stadtbesichtigung   folgten die   Besucher   den   Spuren   Heinrichs   des   Löwen,   der   u.a.   den   Bischofssitz   in Schwerin     einrichtete,     und     der     zwischen     1171     und     1178     Schwerin     die Stadtrechte   erteilte.   Der   Bau   des   imposanten   gotischen   Doms   begann   um   1270 und   wurde   um   1400   fertig   gestellt.   Schwerin   engagiert   sich   seit   langem   dafür, dass die einzigartige Kulturlandschaft zur Welterbestätte ernannt wird. Begeistert   zeigten   sich   die   Theaterfreunde   auch   bei   dem   Rundgang   durch   das benachbarte     Barockschloss     in     Ludwigslust,     das     Herzog     Friedrich     von Mecklenburg-Schwerin   von   1772   bis   1776   errichten   ließ   und   das   noch   bis   1945 von   Herzögen   bewohnt   wurde.   Nach   der   Restaurierung   des   Ostflügels   finden seit    2016    im    „Goldenen    Saal“    mit    seinen    monumentalen    Säulen,    großen Spiegeln    und    prächtigen    Kristalllüstern    Konzerte,    Lesungen    und    kleinere Theateraufführungen statt. Nach     soviel     Eindrücken     war     eine     wohltuende     Ruhepause     bei     einem appetitlichen    Mittagsmahl    im    Schlossrestaurant    nötig.    Ein    abschließender Kaffee   mit   frisch   gebackenem,   für   die   Gegend   typischem,   Sanddornkuchen rundete die Besichtigung in Ludwigslust ab. In   harmonischer   Stimmung   und   mit   einer   sehr   positiven   Bilanz   kehrten   die Reisenden   nach   Wolfsburg   zurück.   Einig   waren   sich   auch   alle,   als   sie   sich   bei Ende    der    Reise    mit    viel    Lob    beim    Organisator    Bode    Fleckstein    und    dem Vorstand   bedankten   und   schon   Vorschläge   für   die   nächste   Fahrt   machten.   Ob es   dann   nach   Berlin,   Detmold,   Kassel   oder   in   eine   ganz   andere   Stadt   gehen wird,   entscheidet   der   Vorstand   und   verspricht,   auf   jeden   Fall   das   Niveau   der Kulturreise zu pflegen und noch zu steigern. Dorothea Frenzel
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