theaterring wolfsburg
Partner und Förderer des Theaters seit 1965
theaterring wolfsburg Partner und Förderer des Scharoun Theaters seit 1965 theaterring wolfsburg      Bildung, Kunst und Kultur
Wolfsburger Nachrichten vom 06.03.2018
Schlichte Bänke fürs klassische Theater Tischler Thomas Reuter fertigte die neuen Sitzmöbel. Der Theaterring finanziert sie. Von Hans Karweik Das Theater bekommt neue Sitzmöbel. Die ersten Tester der Bänke waren (von links): Lothar Schmidt, Thomas Reuter, Christa Birkhahn, Dorothea Frenzel, Wolf-Rüdiger Schmieding und Rainer Steinkamp. Foto: regios24/Anja Weber Komfortabler wird es im Scharoun-Theater. Die Sitzkissen auf den Fensterbänken vor den neuen, wärme-isolierten, langen und hohen Glasfassaden werden bereits sehr gut vom Publikum angenommen. Man flaniert, man sitzt, man steht an den Bistro-Tischen in Sechseck-Formen. Jetzt gibt es mehr: die ersten vier von zehn neuen Sitzbänken, finanziert vom Theaterring, gebaut von Thomas Reuter in der Tischler-Werkstatt des Theaters. Reuter hat darin eine besondere Herausforderung gesehen, als Tischler auch eine kreative Aufgabe in der Entwicklung dieser Bänke zu haben, da sie im denkmalgeschützten Bauwerk von Hans Scharoun stehen. In einem Foyer, das sich seit Abschluss der Sanierung im Januar 2016 in erneuerten Farben (Orange, Braun) mit hellen Paneelwänden präsentiert – Es ist der Laufsteg in den Pausen. Deshalb hat der Tischler die neuen Bänke nicht kompakt gebaut, sondern durchlässig in der Form. Auf diese Weise sind sie sehr elegant und fügen sich in das moderne Ambiente des Foyers ein. Als Material hat Reuter Esche verwendet. Die Esche ist nach Buche und Eiche eines der wichtigsten, heimischen Laubhölzer. Deutlich erkennbar sind die Jahresringe, die natürlichen Farben sind hell, weißlich bis weißrötlich, was zu den hohen Holzwänden passt. Esche eignet sich gut für maschinelle wie handwerkliche Bearbeitung. Die neuen Bänke sollen noch mit flachen, dunkelbraunen Sitzkissen, wie sie inzwischen zum Design des Theater-Foyers gehören, belegt und damit bequemer werden. Die Kissen näht die Lebenshilfe Wolfsburg. Diese soziale Werkstatt fertigte auch die schon ausliegenden Sitzkissen. Drei Wochen benötigte Reuter in der Theater-Werkstatt für die ersten vier Bänke, so dass alle zehn noch in dieser Saison stehen werden. „Wir haben die Wünsche unseres Publikums nach mehr Sitzmöglichkeiten damit erfüllt“, betonte Intendant Rainer Steinkamp am Donnerstagvormittag. Zugleich dankte er dem Theaterring für „die großzügige Spende im fünfstelligen Bereich“. Sehr zufrieden mit den Reuter-Bänken zeigten sich auch Dorothea Frenzel, Vorsitzende des Theaterrings, Lothar Schmidt und Christa Birkhahn vom Vorstand sowie Wolf-Rüdiger Schmieding vom Beirat. Sie sahen sich die neuen Bänke an, bevor das Publikum darauf Platz nehmen wird. „Wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, die Ausstattung des schönen, modernen Hauses zu fördern, damit es noch attraktiver wird“, betonte Frenzel. Wolfsburger Allgemeine vom 16.02.2018 Neue Bänke im Foyer des Scharoun Theaters Neue Sitzgelegenheiten im Theater: Zehn Bänke und zwei Tische sollen bald im Foyer des Scharoun-Theaters stehen. Vier der Bänke sind schon da. Wunsch der Gäste erfüllt: Im Foyer des Scharoun Theaters werden Holzbänke aufgestellt. Quelle: Boris Baschin Klieversberg . Bis 2014 verfügte das Foyer noch über Sitzgelegenheiten, doch nach der Sanierung des Hauses wurden keine neuen angeschafft auch aus finanziellen Gründen, erklärt Rainer Steinkamp. Der Intendant und Geschäftsführer ist glücklich über die vier neuen Bänke, die jetzt zu bewundern sind: „Ich finde, sie sind wunderschön geworden.“ Finanziert wurden die Möbel jetzt vom Theaterring Wolfsburg, der sich als Förderverein ganz der Unterstützung des Bühnenhauses verschrieben hat. „Wir sind froh, den Wunsch der Theatergänger jetzt endlich erfüllen zu können“, so die Vorstandsvorsitzende Dorothea Frenzel. Die Herstellungskosten liegen laut Theaterleiter Steinkamp „deutlich im unteren fünfstelligen Bereich“. Gebaut hat die Möbel der Theatertischler Thomas Reuter, der auch schon die Tresen, Schränke und die Rollstuhlrampe im Foyer angefertigt hat. Auch die Bühnenbilder für Märcheninszenierungen stammen aus seiner Werkstatt. Sowohl die Bänke als auch die Tische fertigt Reuter aus Eschenholz an, passend zu dem Holz, das im Theatersaal und den Türen verbaut ist. Das stimmige Gesamtbild ist wichtig, denn vom Teppichboden bis hin zu den Sitzkissen muss im Scharoun Theater alles vom Denkmalschutz abgesegnet werden: „Im Prinzip alles, was man hier sieht“, so Reuter über das Foyer. Ihn schmerzt ein wenig dass die wertvollen Bänke jetzt mit Sitzkissen belegt werden: „Bequemer ist es, aber optisch...?“ Von Frederike Müller
Wolfsburger Nachrichten vom 16.02.2018
Wolfsburger Kurier vom 25.02.2018