theaterring wolfsburg
Partner und Förderer des Theaters seit 1965
Wolfsburger Nachrichten vom 12.09.2019
theaterring wolfsburg Partner und Förderer des Scharoun Theaters seit 1965 theaterring wolfsburg      Bildung, Kunst und Kultur
Theaterring: Stärker als Förderverein auftreten Erhöhung des Mitgliedsbeitrags beschlossen - Erinnerungsprojekt „Memoria“ läuft demnächst an Theaterring: Mit großer Mehrheit beschloss die Versammlung die Beitragserhöhung. FOTO: ROBERT STOCKAMP VON ROBERT STOCKAMP Der Theaterring Wolfsburg hatte am Mittwochabend zu seiner Jahresversammlung in das Foyer des Scharoun Theaters eingeladen. Es gab einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr und einen Ausblick auf eine spannende Theatersaison und Vereinsaktivitäten. Zudem wurde mit großer Mehrheit nach wenigen Jahren erneut eine deutliche Erhöhung des Mitgliedsbeitrags beschlossen. Ab dem 1. Juli 2020 werden es nun 30 statt 20 Euro Jahresbeitrag sein. Erst vor vier Jahren war der Beitrag von 10 auf 20 Euro gestiegen. Der Vorstand hatte eine sehr gute Begründung. „Wir möchten, dass der Theaterring noch sehr viel stärker als Förderverein des Theaters auftritt“, erklärte die Vorsitzende Dorothea Frenzel. Und dabei fließt über den Verein schon so einiges in die Wolfsburger Kultur. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielten unter anderem das Theater 17 000 Euro, das Hallenbad 2000 Euro. Aber aufgrund der Haushaltslage werde der Bedarf steigen, merkte auch Intendant Rainer Steinkamp an, der letztmalig an der Versammlung teilnahm. „Sie müssen mich schon noch ein bisschen ertragen“, scherzte Steinkamp und spielte darauf an, dass es seine letzte Spielzeit im Scharoun Theater ist. Er werde auch in Zukunft immer wieder gerne nach Wolfsburg kommen, man müsse ihn nur einladen. Der Theaterring nahm ihn sofort beim Wort. Im Frühjahr findet noch einmal die Lesung mit Steinkamp „Literarisches & Lukullisches“ statt. Aufgrund der signalisierten Bereitschaft des scheidenden Intendanten wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Besonderer Dank an den Theaterring kam noch von Theaterpädagogin Judith Jungk, die das Erinnerungsprojekt „Memoria“ betreut. Das Projekt des italienischen Künstlers Eyal Lerner widmet sich der Erinnerungskultur in Bezug auf die jüdische Geschichte. In vielen künstlerischen Disziplinen wie Musik, Tanz, darstellende Kunst und sehr viel mehr wird Lerner zusammen mit Jugendlichen aus Wolfsburg ein Programm erarbeiten, dass Ende Januar auf der Bühne gezeigt wird. „Wir haben schon viele Schulen gewinnen können“, freute sich Judith Jungk. Demnächst geht es schon los. Möglich sei das Ganze aber nur geworden, weil der Theaterring sich als Veranstalter zur Verfügung gestellt hatte und auch finanzielle Mittel beisteuert. Denn das Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“, das „Memoria“ unterstützt, bietet nur Vereinen oder Privatpersonen Mittel an. „Ohne Sie wäre das also gar nicht gegangen“, betonte Jungk. Grund zur Freude war auch die aktuelle Mitgliederzahl, die stabil über der 1000er-Marke bleibt. Die 1100 ist nicht weit weg, aber noch nicht erreicht. Jetzt hat der Vorstand einen kleinen Anreiz geschaffen. „Das 1100. Mitglied wird ein Abo kostenlos bekommen“, verkündete Schatzmeister Lothar Schmidt.
Wolfsburger Allgemeine vom 07.09.2019